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Das Projekt

Der VdSM Verband der Siegerländer Metall­industriellen e.V. und die IG Metall Siegen haben im Rahmen ihrer Sozialpartnerinitiative „Lebenslanges Lernen“ das Projekt „WeiterBilden“ gestartet. Gemeinsam mit den Projektpartnern Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB (bfw) und der KM:SI sollen interessierte Unternehmen in der Region beim Aufbau eines strukturierten betriebsinternen Weiterbildungs- und Qualifikationsmanagements unterstützt werden.

Systematische Personalentwicklung in der Produktion
Sozialpartnerschaftliche Initiative gegen Fachkräftemangel

Initiiert von Arbeitgeberverband und IG-Metall beteiligen sich 18 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie an der Initiative, in dem sie Methoden-Trainings besuchen, sich in einem Netzwerk austauschen und in Unternehmensprojekten Strukturen der Personalentwicklung aufbauen bzw. weiterentwickeln. Besonders in mittelständischen Unternehmen müssen individuelle Lösungen geschaffen werden. Personalentwicklung von der Stange bzw. auf Großunternehmen zugeschnitten wird den Bedürfnissen der kleineren, sehr flexiblen Unternehmen oft nicht gerecht und von den Beteiligten mit wenig Begeisterung angenommen. Damit die Prozesse dauerhaft gelebt werden, ist es notwendig beteiligungsorientiert maßgeschneiderte und vor allem pragmatische Resultate zu erarbeiten. 

Die Unternehmensprojekte sind beteiligungsorientiert. Betriebsräte, Management und Mitarbeiter beschäftigen sich, von den Beratern unterstützt, gemeinsam mit dem Thema Personalentwicklung für die Produktion, schaffen Voraussetzungen für strukturierten Wissenstransfer in der Fertigung und beziehen erstmals An- und Ungelernte in die betriebliche Weiterbildung systematisch mit ein. Ein zentraler Punkt ist die Kompetenzentwicklung von Meistern und Schichtführern. Diese Personengruppe ist stark unter Druck und übernimmt immer mehr Managementfunktionen im Unternehmen. Neben Prozessdenken ist folgerichtig auch die Professionalisierung der Personalarbeit gefragt. Das facettenreiche Gesamtprojekt in Betrieben von 60 bis 2000 Mitarbeitern macht deutlich, dass die PE vor den Produktionshallen nicht halt machen darf. Auch dort ist systematische Kompetenzentwicklung für die Bewältigung des demografischen Wandels unerlässlich. Im Ergebnis entstehen knackige Prozesse und pragmatische Instrumente.

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Es wird im Rahmen der Initiative "weiter bilden" gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds.

VdSM und IG Metall wollen Unternehmen beim Weiterbildungsmanagement unterstützen

Siegen, 22. Juni 2010. Der VdSM Verband der Siegerländer Metall­industriellen e.V. und die IG Metall Siegen haben im Juni 2010 im Rahmen ihrer Sozialpartnerinitiative „Lebenslanges Lernen“ das Projekt „WeiterBilden“ gestartet. Gemeinsam mit den Projektpartnern Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB (bfw) und der KM:SI sollen interessierte Unternehmen in der Region beim Aufbau eines strukturierten betriebsinternen Weiterbildungs- und Qualifikationsmanagements unterstützt werden. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen wurde das Projekt Unternehmen und Betriebsräten vorgestellt.

Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal, Vorsitzender des VdSM, und Hartwig Durt, Erster Bevollmächtigter der IG-Metall Siegen, machten zu Beginn der Veranstaltung noch einmal deutlich, warum sich die Sozialpartner gerade auf diesem Gebiet so engagieren. „Die berufliche Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bildet einen wichtigen Grundpfeiler für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Gleichzeitig ist sie für die Beschäftigten die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Wer wüsste das nicht besser, als die mittelständischen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein“, machte Jörg Dienenthal deutlich. „Nun sagen uns die Bevölkerungsforscher aber schon seit längerem, dass die Menschen in Deutschland über kurz oder lang immer weniger und die Wenigeren immer älter werden; und dass dieser demografische Wandel nicht nur für unsere sozialen Sicherungssysteme zu einem Problem werden wird, sondern auch für die Wirtschaft -  also auch für unsere Unternehmen.“

„Viele Unternehmen merken heute schon, dass die Zahl der Jugendlichen, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, zurückgeht. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen“, ergänzte Hartwig Durt. Nach einer Analyse der Bertelsmann-Stiftung ist beispielsweise in der Altersgruppe der 19- bis 24-jährigen bis zum Jahr 2025 bundesweit ein Rückgang von rund 1,2 Millionen zu erwarten. Für die Unternehmen wird es laut dieser Studie zunehmend schwierig werden, Arbeitskräfte zu gewinnen. Alleine durch die Einstellung jüngerer Menschen können sich die Belegschaften künftig nicht mehr hinreichend weiterentwickeln. Darum wird die Qualifizierung aller immer wichtiger.

 „An unserem Hochkostenstandort können Unternehmen nur mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit innovativen Produkten erfolgreich sein“ so Jörg Dienenthal. „Wenn wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit also dauerhaft sicherstellen wollen und damit natürlich auch die Arbeitsplätze der  Menschen in unserer Region, dann ist es an der Zeit, etwas zu tun“, meinte auch Hartwig Durt. Das gelte nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Beschäftigten, die im Rahmen des Projektes ebenfalls zu verstärkten Weiterbildungsaktivitäten motiviert werden sollen.

Dr. Monika Stricker, Projektleiterin, bfw - Unternehmen für Bildung, und Sabine Bechheim M.A., Weiterbildungsreferentin, Bildungsvilla der KM:SI GmbH, erläuterten anschließend die Inhalte und Zielsetzungen des Projektes. Gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen sollen beispielsweise nachhaltige Strukturen und Instrumente für die Qualifizierung und die berufliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt und für die zukünftige Personalentwicklung in den Unternehmen nutzbar gemacht werden.

Außerdem sieht das Projekt vor, die Unternehmen bei der Erstellung von Qualifizierungsbedarfsplänen, der Beantragung von Fördermitteln und der Organisation von betrieblichen Verbünden zur Umsetzung von Qualifizierungen zu unterstützen. Gefördert werden sollen aber auch moderne Ansätze zur Kompetenzentwicklung und Schaffung einer Bildungskultur, um Beschäftigte zu binden, die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern und so den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Weiterhin vorgesehen ist der gezielte Aufbau von Kooperationen auf der Angebotsseite von Weiterbildung für die Metall- und Elektroindustrie sowie die Fokussierung der regionalen Weiterbildungsberatung auf den spezifischen Bedarf der Unternehmen und der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein.

 Projektpräsentation

 Schritte zu einem Unternehmensprojekt

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 Sozialpartnerinitiative "Lebenslanges Lernen"

 Kooperation besiegelt

 Netzwerk

 Unternehmen

Projektpartner

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